Irish Dance Workshop im Ostseetanz Greifswald e.V.

Gaelic Steps testen ihre sportlichen Grenzen aus

„9/8.-Takt , schon mal gehört?“,  war die Eingangsfrage von Trainerin Klaudia Jakubowska an die Teilnehmer des Irish Dance Workshops vergangene Woche im Ostseetanz Greifswald. ¾-Takt, 4/4-Takt, damit kann jeder etwas anfangen, aber es geht noch viel flinker mit den Füßen, eine der markanten Eigenschaften der vielen Varianten, die Irish Dance auszeichnet. Slip Jig nennt sich der Tanz, der nur von Frauen in Soft Shoes, den Schuhen mit den leichten weichen Sohlen, getanzt wird.
Und es war eine Herausforderung auch für die geübten Tänzerinnen wie Ines, Manuela, Kerstin und Silke, die neuen Schritte für sie zu einem noch ungewohnten Takt zu tanzen. „Erfahrungen zu Kondition und Austanzen von Choreografien haben wir bei unseren Auftritten in Greifswald und Umgebung schon reichlich gesammelt, aber es ist doch eine neue Herausforderung, dies aus sportlicher Sicht anzugehen“, so Ines. Und Klaudia ergänzt: „Wir wollen, dass unsere neuen Mitglieder der Gruppe Spass am Irish Dance haben, deshalb beginnen wir mit ihnen, einen Klassiker, den  St. Patricks Day  einzuüben. Für unsere sportlich engagierten Mitglieder testen wir mit dem Workshop die Voraussetzungen zur Teilnahme an Wettbewerben und Turnieren aus.“ Die Trainerin weiß, wovon sie spricht, ist sie doch als Tanzpädagogin auch selbst noch aktive Turniertänzerin. Erst im April diesen Jahres ertanzte sie sich bei den „Munich  Open Feis“, einem der internationalen Turniere, im besagten „Slip Jig“, dem 9/8.-Takt-Tanz, einen 2. Platz bei den Open Championships ihrer Altersklasse.
Das, was international Standard ist, nicht nur die Sportart Irish Dance auf weibliche Gruppen zu reduzieren, wollen die Ostseetänzer auch durchsetzen und haben sich mit Frank, der auch in anderen Sparten des Vereins aktiv ist, Verstärkung geholt. Ein verheißungsvoller Anfang, auch wenn der 9/8.-Takt noch nicht zur Diskussion steht, aber der Workshop hat geholfen, auch für Einsteiger in diese Sportart Interesse zu wecken.

Text: Günter Göhrl
Foto: Jakubowska